Chronik 1995 – 2005

1995

Die Firma feiert ihr 75-jähriges Betriebsjubiläum!

Neben vielen groß angelegten Aktionen wurde eine Armbanduhr in limitierter Auflage von 75 Stück kreiert. Das Zifferblatt zeigt die Moosburger Kirchtürme, die Rückseite ist mit der Handgravur „75 Jahre Fetzer“ versehen, weiter trägt jede Uhr ihre Nummer von 1 bis 75.

Die erste Uhr erhielt eine Moosburger Bürgerin, die gleichzeitig ihren 75. Geburtstag feierte.

Ein weiteres Highlight war die Sonderanfertigung einiger Brillantringe mit 0,75 Karat, lupenrein in feinem Weiß ebenso zum Jubiläumspreis.

1998

Die vierte Generation Robert der Dritte tritt als Augenoptikermeister in die Firma ein. Ausbildung und Erfahrungen sammelte er sich in kompetenten Unternehmen in München, Böblingen, Deggendorf sowie Viechtach (dem Geburtsort seiner Fetzer-Oma) und setzte somit neue Maßstäbe in der Firmentradition.

1999

Ende 1998 beginnt sich Robert Fetzer jun. im Low-Vision-Bereich (Low Vision = wenig Sehen, Menschen mit Sehproblemen und -behinderungen) zu spezialisieren. Es folgten eine Vielzahl von Fortbildungen bei Herstellern und Fachverbänden, es wurde sofort eine First-Class-Ausstattung zur Versorgung angeschafft.

Fetzer jun.: „Ich dachte, damit wäre ich top ausgestattet!“ Aber damit war erst der Anfang gemacht.

2000

Am 1. Oktober steigt Alexandra Schmid in das Unternehmen Fetzer mit ein, die damalige Lebensgefährtin von Robert Fetzer jun. und jetzige Ehefrau. Als Handelsfachwirtin leitet einen Großteil der Arbeit hinter den Kulissen.

Auch hier kann man fast schon von einer Tradition sprechen:

Am 1. Oktober 1960 trat unser Uhrmachermeister Hermann Mühlbacher (die Seele des Betriebes) und am 1. Oktober 1998 Robert Fetzer jun. in das Unternehmen ein.

2002

Die Arbeitsbedingungen werden für Mitarbeiter unzumutbar: Der Platz reicht einfach nicht mehr aus. Auch die Kunden fühlen sich beengt. Somit beginnt eine aufwendige Planung für die fünfte Erweiterung und komplette Neugestaltung der Optikabteilung mit Werkstatt, Büro und Untersuchungsräumen. Fetzer jun. begibt sich dazu in Deutschland auf die Reise, um bei Sehbehindertenspezialisten Anregungen über die Gestaltung eines speziellen Low-Vision-Untersuchungsraumes zu finden. Ein Untersuchungsraum reicht nicht mehr aus. Die Wartezeiten wurden zu lange für unsere Kunden. Somit entstanden auf dem Reißbrett zwei Untersuchungsräume: einer für die Versorgung von schlecht Sehenden, Sehbehinderten und Blinden (dieser Raum wurde behindertengerecht eingerichtet). Alle Tische sind mit Rollen versehen und können zum Betroffenen geschoben werden. Weiter kann in diesem Raum auch eine ausführliche Augenglasbestimmung (Refraktion) erfolgen.

In dem zweiten Raum erfolgt die Kontaktlinsenanpassung und ebenfalls die Möglichkeit der Augenglasbestimmung.

baust_b1_gr_[1] baust_b2_gr_[1]Ein Umbau, den die Fetzers wie auch die Vermieter Jantschy nicht vergessen werden!

Die Bilder zeigen nur einen kleinen Eindruck. Das Geschäft lief im vorderen Bereich weiter.

 

 

Nach einer Fortbildung bei der VDC (Vereinigung Deutscher Contactlinsenspezialisten e. V.) entschied sich Fetzer jun., das Hygienemanagement in den Bereichen Kontaktlinsen, Low Vision und Ohrlochstechen auf freiwilliger Basis einzuführen (in Zukunft könnte dies Pflicht werden). Dadurch entstanden erhebliche Mehrkosten in den Untersuchungsräumen, z. B. für Klinik-PVC, Spezialwandfarbe und Lamellenwand, Geräte-, Hände- und Bodendesinfektion sowie auch erhebliche Umstellungen in der Verwaltung.

Die Planung war äußerst kompliziert, da die zusätzliche Räumlichkeit relativ wenig neuen Platz bot und gleichzeitig ein weiterer Untersuchungsraum hinzukam sowie mehr Büro und Werkstatt nötig wurden.

Am 1. Oktober – es ist einfach ein magisches Datum bei den Fetzers – ist es vollbracht: die Neueröffnung der Optikabteilung und das „ZENTRUM für vergrößernde SEHHILFEN“.

Ein voller Erfolg und alle zeigten sich begeistert über die gelungenen neuen hellen Räume. Fetzer kann nun in seinem „ZENTRUM für vergrößernde SEHHILFEN“ eine Rundumversorgung ermöglichen und hat einen Raum geschaffen, den es zu diesem Zeitpunkt keine zehn Mal in Deutschland gab (dies wurde von vielen bestätigt).

Weiter entstand auch ein FOSSIL-Shop, in dem stetig in den Bereichen Schmuck, Uhren und Brillen eine riesige Auswahl an Neuheiten präsentiert wird.

Der Servicebereich wurde um einen Arbeitsplatz erweitert und für den Kunden geöffnet. Somit kann er gerne einen Blick auf den Service rund um Schmuck, Uhr und Brille werfen.

Weiter wurde im Bereich der Sportbrillen ein Windkanal integriert, in dem sich die Sportbegeisterten mit bis zu 60 km/h den Wind um die Nase blasen lassen und somit testen können, ob die ausgewählte Sportbrille nicht doch zieht.

neueroeffn_b1_gr[1]neueroeffn_b2_gr[1]Die größten Lorbeeren dieses Umbaues darf sich Alexandra Fetzer anheften. Bedingt durch die verwinkelten Räumlichkeiten sahen sich Planer nicht in der Lage, ein Konzept zu entwickeln, das uns zufrieden stellte. Alexandra Fetzer hat in vielen schlaflosen Nächten dann den Laden geschaffen, wie er heute da steht.

 

 

Glasdesign-Brillen. Was ist das? Das Brillenglas wird in Handarbeit individuell gestaltet. Ein neues Hobby von Robert Fetzer. Alles wird in mühevoller Fein- und Handarbeit gefertigt! Jede Brille wird zum Unikat!

Viele begeisterte Kunden und auch die Träger werden noch nach Jahren auf die tollen Brillen angesprochen und möchten bei der nächsten Brille auch wieder ein neues Design à la Fetzer gestaltet haben.

Glasdesign_1 Glasdesign_3Glasdesign_2

 

 

 

 

2003

begann die Spezialisierung von Robert Fetzer jun. im Sonderkontaktlinsenbereich. Bedingt durch die Sehbehindertenversorgung kamen immer mehr Patienten mit extremen Stärken und Krankheiten und zugleich schlecht sitzenden Kontaktlinsen. Somit erfolgte auch hier wieder eine Reihe von Fortbildungen und es wurde ein Videokeratograph zur Kontaktlinsenanpassung angeschafft. Dies ist ein Gerät, mit dem man bis zu 22 000 Messpunkte der Hornhaut erfassen kann. Weiterhin ist dieses Gerät in der Lage auch eine bestimmte Hornhauterkrankung festzustellen, bei der es eine sehr hohe Dunkelziffer gibt.

videokeratograph1_b1_gr[1] Ebenfalls erfolgte auch die Ausbildung zur Anpassung von Orthokeratologie-Kontaktlinsen (Linsentragen über Nacht). Eine ideale Versorgungsart für Menschen, die weder mit Brille noch Kontaktlinsen, die über Tag getragen werden, zurecht kommen. Ideale Versorgung z. B. für Flugpersonal!

 

 

 

Frau Alexandra Fetzer stellte mit Vivien Jordt die erste Auszubildende als Schmuckfachverkäuferin ein. In den Generationen zuvor war dies aus Platzgründen unmöglich. Alexandra Fetzer: „Der Nachwuchs ist wichtig!“

2004

videokeratograph_b1_gr[1] Auch wenn der Umbau noch keine zwei Jahre her ist, wurde die Kontaktlinsenabteilung ergänzt durch eine Videospaltlampe von Zeiss zur genauen Dokumentation von Erscheinungen am Auge und Kontaktlinse und noch besseren Anpassungsmöglichkeiten im Spezialkontaktlinsenbereich. Eine große Investition, die aber zwingend nötig wurde. Auch die Kontaktlinsenkunden waren begeistert! Zum ersten Mal sahen sie selbst, wie ihre Kontaktlinse auf dem Auge sitzt oder was eben nicht in Ordnung ist. Genauso können bei Problemen, die an den Augenarzt verwiesen werden, die Bilder diesem per E-Mail zugestellt werden. Somit ist eine Zusammenarbeit zwischen Optiker und Augenarzt noch besser gegeben. Solch eine Anschaffung ist in der Region auch bis heute noch eine Seltenheit!

HM-Ausstellung SBZ, 2004Ein Teil der Hilfsmittel Das Edith-Stein-Zentrum im Unterschleißheim (Schule und Kindergarten für sehbehinderte und blinde Kinder und Jugendliche, zum Teil mit Mehrfachbehinderungen) fragt Robert Fetzer, ob er für eine Hilfsmittelausstellung in der Schule bereit wäre. Für Fetzer eine Selbstverständlichkeit! In Gemeinschaftsaktion mit Optikstudio Woerle, München, werden die betroffenen Kinder und Jugendlichen, deren Eltern sowie Lehrkräfte über neuste Hilfsmittel in der Low-Vision-Versorgung informiert.

Aufbebautes_ist_angerichtet Alexandra und Robert Fetzer lassen alte Tage wieder aufleben und nehmen an der Gewerbeausstellung des Gewerbe- und Handelsvereins Moosburg zum Moosburger Frühlingsfest teil. Viel Arbeit, die aber von den Kunden und Besuchern belohnt und dankend angenommen wurde. Wer kennt noch die alte Turnhalle am Viehmarktplatz? Da war bereits von Beginn an die Firma Fetzer als Mitaussteller vertreten!

 

Infowandder Saal füllt sich für den VortragIm Mai ruft das Kloster Seligenthal in Landshut. Die Selbsthilfegruppe Maculadegeneration möchte Betroffene aufklären und informieren, wo und wie es Hilfe gibt. Hierzu wird Fetzer zu einem Vortrag gebeten, um über Versorgungsmöglichkeiten zu berichten. Robert Fetzer erläutert dazu auch, wie eine professionelle Low-Vision-Untersuchung abzulaufen hat.

 

Robert Fetzer beim VortragFirma TiemannMit ins Boot holt sich Fetzer die Firma Tiemann, ein Bildschirmlesegerätehersteller. Frau Denise Honefeld, Verkaufsleiterin, unterstützt Fetzer bei dieser Aktion,ie äußerst regen Zulauf findet.

 

 

 

Bereit für die AnbringungGroß genug ist die UhrRobert Fetzer, aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Moosburg, wird um Hilfe gebeten. Die alte Uhr am Feuerwehrgerätehaus hat seinen Geist aufgegeben.

 

 

 

Anbringung der neuen Uhres ist vollbrachtZusammen mit Erdgas Südbayern spendet Robert Fetzer eine neue Uhr. Die Bevölkerung ist froh, endlich wieder am gewohnten Ort die Zeit ablesen zu können. Es befindet sich doch auch genau gegenüber eine Bushaltestelle.

 

 

Die Besucher können kommenstetig was los am Stand von FetzerEs ist Herbstschau – und natürlich findet auch wieder die Gewerbe- und Handelsausstellung des Moosburger Gewerbe- und Handelsvereins unter der Leitung von Max Braun und Hans Asen statt. Nach dem tollen Start vom Frühlingsfest ist Fetzer auch dort mit dabei!